Flora hat bisher ein eigentlich ganz normales Leben geführt, bis auf einen etwas schrulligen Vater, der nie Fremde in die Wohnung lässt, und eine noch merkwürdigere Haushälterin, die aber für Flora, seit deren Mutter die Familie verlassen hat, zu einem Mutterersatz geworden ist.
Um so verwirrter ist Flora, als sie plötzlich anfängt, unförmige Schatten zu sehen. Als dann auch noch plötzlich Marian, ein finnischer Austauschschüler, in der Küche sitzt, beginnt sie fast, an ihrem Verstand zu zweifeln. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, träumt sie nachts auch noch von einer merkwürdigen schwarz-weißen Stadt, wo sie im Labor eines komischen Professors erwacht. Dort trifft sie auch auf Marian. Als dieser sie am nächsten Tag auf die nächtlichen Erlebnisse anspricht, fängt Flora langsam an zu realisieren, dass alles gar kein Traum war...
Ihre Seele gelangt jede Nacht, wie die Seelen aller Menschen, in die Stadt Eisenheim. Doch nun ist aus Flora eine "Wandernde" geworden. Das heißt, dass sie sich ab jetzt an ihr Leben in der Traumwelt erinnern kann. Aber ob das so gut ist? Denn ihre Seele soll den "weißen Löwen", einen machtvollen Edelstein, gestohlen und versteckt haben.
Ein gefährlicher Wettlauf mit ihrer Erinnerung beginnt, bei dem Flora nicht weiß, wem sie trauen kann. Wer ist dieser Marian, dessen Gegenwart sich so vertraut anfühlt? Was haben ihr Vater und die Haushälterin mit Eisenheim zu tun? Und warum beginnen die Schatten, sie auch in ihrem normalen Leben zu bedrohen?
Mechthild Gläser erzählt ausdrucksvoll und gefühlsbetont und schafft eine tolle Atmosphäre. Es gibt viele überraschende Wendungen und Enthüllungen, viele Details bleiben aber bis zum Schluss im Dunkeln, sodass die Lust auf die Fortsetzung der traumhaft düsteren, mitreißenden Geschichte geweckt wird! |